Die letzten Tage von Pompeji

travel: pompei feat. pompeji

Untergang von Pompei - Eine Stadt am Rande des Vesuvs

Ausbruch eines noch heute aktiven Super-Vulkans

Antikes Pompeji am Vesuvio

Pompei, in der Antike Pompeji genannt, ist eine italienische Stadt in der Nähe von Neapel unterhalb des Vesus, dem einzigen noch aktivem Vulkan Europas.

Ohne Vorahnung brach der als erloschen geltende Vulkan im Jahre 79 n. Chr. aus. Nur wenige Bürger erkannten die drohende Gefahr und verließen die Stadt. Für die meisten Pompejaner kam jedoch jede Hilfe zu spät. Tausende vielen dem Asche- und Lavaregen zum Opfer oder erstickten an Vulkan-Gasen.

Heute ist Pompei eine Stadt mit ca. 25.000 Einwohnern. Seit 1997 gehört der Antike Stadtteil "Pompeji" zum Welterbe der UNESCO.

Es war ein Montag im Oktober. Am Bahnhof in Pompei angekommen begab ich mich auf die Suche nach dem einzigartigen Welterbe. Der erste Eindruck war: Eine Kleinstadt, aber kein Hinweis auf das antike Pompeji bzw. wie man hier überhaupt hinkommt. Der Hauptstraße nach Links und zwei scheinbar deutschen Touristen folgend, an den Schienen entlang und einem Carrefour-Supermarkt vorbei war das Ziel auch schon erreicht. Der Fußmarsch dauerte gut 20 Minuten.

Vor dem Haupteingang überschlugen sich Souvenirhändler, der eine teurer als der andere, die Preise nahezu um ein 4faches höher als in Neapel. Und auf einmal, wo vorher niemand war, sind Touristen ohne Ende, ganze Schulklassen. Der Eintrittspreis liegt bei 11,00 Euro pro Vollzahler, also ein normaler Erwachsener. Ein Audioguide, ein Lageplan oder ähnliches gibt es hierfür leider nicht. Allein die Wegkarte kostet zusätzlich 10,00 Euro. Auf diese konnte ich also gerne verzichten.

Auf dem Areal angekommen kam der nächste Schreck. Lediglich am Eingang gab es eine kurze Wegbeschreibung für den Ausgang. Zum Areal selbst fehlten jede Informationen. Was hat man hier? Ein Gelände von mehreren Quadratkilometern und das alles ohne Lageplan. Es ist kaum möglich irgendwelche Wandmalereien zu entdecken, wenn man nicht genau weiß, an welcher Stelle man sich befindet. Es empfiehlt sich daher stets vorab einen Lageplan am heimischen PC auszudrucken.

Die alten Mauern sind zwar sehr beeindruckend, doch sieht die eine Mauer, der eine Tempel aus wie der andere. Das nenne ich mal touristenfreundlich. Der Fokus liegt hier offensichtlich nicht in der Information und Kommunikation der weltbekannten Geschichte, sondern eher in der Zahlungsbereitschaft der Touristen. Wahrlich sind einige Ausstellungsstücke, von Asche übergossene menschliche Körper zu sehen. Die berühmten Malereien wurden jedoch ebenso wenig ausgeschildert wie der Ausgang. Folge: Zurück zum Eingang und dann noch einmal in die komplett andere Richtung und ca. weitere 20 Minuten später bis zum Ausgang, den ich letztlich nur zufällig finden konnte.

Und der Vesuv? Wenn die Wolken so tief hängen, wie an dem Montag im Oktober, dann sieht man auch nicht den Vesuv. Und ohnehin gibt es um Pompei bzw. Pompeji herum nicht nur einen Berg.

Fazit: Nie wieder Pompei. Der Zug zurück nach Neapel/Napoli blieb nun auch noch auf der Mitte des ohnehin kurzen Weges unbegründet für eine halbe Stunde auf den Schienen stehen. Willkommen in Napoli. Willkommen in Pompeji!

 

 



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