Online Marketing Basics

usebility, branding & co.

Die Säulen des Online Marketings

Präsenz ist alles!

 

Die Fokus des Online Marketings liegt nicht etwa in der breiten Nutzung unterschiedlicher Online- Kommunikationskanäle (Multichannel-Marketing) sondern eher darin über das individuelle Web-Nutzerverhalten der anvisierten Zielgruppe gesucht und gefunden zu werden. Der Kunde will eben nicht lange suchen, bis er eine Leistung/Produkt gefunden hat. Die Existenz einer informationsreichen, transparenten und übersichtlichen Webpräsenz ist dabei ebenso unerlässlich wie die Bereitsstellung dialogorientierter Kontaktmöglichkeiten und nützlicher Serviceleistungen.

Unter Berücksichtigung der zunehmenden Internetnutzung durch sämtliche Altersgruppen stehen aus Anbietersicht vor allem zwei wichtige Punkte im Vordergrund: Die optimale Nutzung der zielgruppengerechten Suchmaschinen und die Vermarktung des eigenen Leistungs-/Produkt- bzw. Domainnamens zum Branding des Angebotes Wichtig ist, durch die Kommunikation allgemein relevanter Anreize (Alleinstellungsmerkmale etc.), die Bedürfnisse der Zielgruppe weitestgehend zu beeinflussen & zu befriedigen und eben diese Bedürfnisse auch über geeignete Online Medien zu vermitteln. Präsenz ist eben alles, vor allem wenn es gerade außerhalb des Internets keinen lokalen Verkaufsraum gibt. Daher stellen die Maßnahmen des Online Marketings gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen eine relativ kostengünstige Basis im Vergleich zur klassischen Werbung (Funk & TV) dar. Doch wie immer gilt: zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, Kooperationen zu knüpfen und vor allem auch auf die richtigen Vertriebskanäle zu setzen um den Kunden zu erreichen und entsprechend auch zufrieden zu stellen.

Wichtige Faktoren des Online Marketings:

 

1.) Die eigene Website

Die eigene Website ist grundlegend für die Online-Vermarktung von Produkten & Dienstleistungen. Dies hängt jedoch auch vom Produkt ab. Für eine kleine Pension ist z. B. eine eigene Website nicht erforderlich, solange geeignete Online-Vertriebskanäle (Pensionsfinder, Google Maps etc.) genutzt werden. Dies gilt ebenso für Einzelhändler, die über Auktionsportale wie Ebay ihr Hauptgeschäft betreiben. Die eigene Website kann jedoch sehr hilfreich sein, wenn ein Kunde wie auch Kooperationspartner sich nähere Informationen über ein Produkt ansehen möchte und der Kunde vor allem auch nähere Informationen zum Produktanbieter erhält (Kontaktedaten, Ort etc.). Durch Bereitstellung einer eigenen, ansprechenden und informativen Webpräsenz kann der Anbieter auf sein gesamtes Sortiment hinweisen, alternativ günstigere Angebote kommunizieren und sich bestenfalls in den Bookmarks und sowie im Gedächtnis des Käufers wiederfinden. Der Anbieter hat hier sämtliche Möglichkeiten sein Produkt/Leistung anzupreisen, seine eigene Corporate Identity (Logos, Farben, Schriftmuster) zu kommunizieren und so sein eigenes Branding zu fördern, vor allem wenn der Produkt- oder Firmenname sich im Namen der Website wiederfindet. Im Weiteren besteht die Möglichkeit bei Kaufabschluss auf einen relevanten Newsletter hinzuweisen. Die eigene Website ist Quelle für weitere Informationen und kann durch den Einbau eines eigenen Shops oder einer Vergleichsfunktion als direkte Verkaufs- bzw. Vermittlungsplattform dienen.

2.) Onlinewerbung

Onlinewerbung ist wieder mal ein Begriff, der ähnlich wie "Online Marketing" alles mögliche darstellen kann. Im Speziellen sind hier jedoch die Maßnahmen rund um "Online Ads" und die sogenannte Bannerwerbung gemeint, die hauptsächlich auf Basis von TKP (Tausender-Kontakt-Preis) oder CPC (Cost Per Click) abgerechnet werden. Online Advertorials dienen der direkten Produkt- und Leistungskommunikation und sind ein eher kostenspieliger Faktor, der 100% zielgruppengerichtet eingesetzt werden sollte. Die Erstellung von professionellen Werbebannern ist im Verhältnis zur Einsetzung relativ günstig. Die Preise für eine Webpublizierung orientieren sich hauptsächlich an dem Besucherstrom der jeweiligen Website, die Themenrelevanz, die Dauer bzw. Häufigkeit der Bannereinblendung, den genauen Platz (URL) der Werbeeinblendung sowie die Größe des veröffentlichten Banners. Ein weiterer Punkt ist die Präsenz der jeweiligen Mitbewerber auf der Veröffentlichungsplattform. Ebenso zur Onlinewerbung gehört die Nutzung von Podcasts bzw. Onlinevideos auf der eigenen Website, über den eigenen Youtube- oder MyVideo-Channel sowie sämtlichen audiovisuellen Onlinemedien, wie z. B. Pre-Roll-Ads von Web.de. Die Kosten für ein professionelles Video sind relativ kostenspielig, wobei es sicherlich einige günstige Freelancer im Bereich Medien- und Kommunkationstechnik gibt. Die Video-Veröffentlichung auf Portalen wie Youtube ist dagegen kostenfrei und kann einfach nicht günstiger sein.

3.) Online Pressearbeit

Online Pressearbeit ist eine kostengünstige Maßnahme um über aktuelle Geschehen (wie z. B. neue Produkte, Sortimente, Serviceleistungen, Bestellfunktionen, Zahlungsmethoden, neue Mitarbeiter, Unternehmenskennzahlen wie Umsatz, Marktpositionen etc.) hinzuweisen. Im Wesentlichen geht es hier darum, relevante Informationen wie auch Stellungnahmen an die Presse zu übermitteln und das Möglichkeit bevor es Mitbewerber tun. Pressemeldungen sollten regulär Inhouse erstellt und dann über einen ausgewählten Online-Presseverteiler an die Online-Redaktionen von Zeitungen/ Zeitschriften und Online-Presseportalen verteilt werden. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Online-Medien durch entsprechende Schlagzeilen wie interessante Unternehmensinformationen (z. B. in der Form der Interview-Technik) zu gewinnen. Sehr vorteilhaft ist es, wenn es innerhalb der Online-Redaktionen bereits spezielle, unabhängige Ansprechpartner gibt. Die Veröffentlichung von Pressemeldungen ist regulär kostenfrei, jedoch besteht keine Garantie auf die Aufnahme im ausgewählten Medium. Ein kleines und mittelständisches Unternehmen (KMU) wird es auftgrund der täglichen Masse, der an die Medien verteilten Pressemeldungen, eben viel schwerer haben, als ein großes Unternehmen mit hohem Bekanntsgrad. Hier ist die Aufnahme in kostenfreien Online-Presseportalen wie openPR.de oder Newsmax.de wahrscheinlicher. Zudem besteht die Option ein Unternehmensprofil anzuhängen. Online Pressearbeit dient jedoch nicht dazu, die Medien mit unzähligen "Bestandsaufnahmen" zu überfluten.

4.) Affiliate Marketing

Das Affiliate Marketing ist vor allem für große Firmen wie Amazon.de interessant. Affiliate Marketing ist ein Vertriebsmodell, dass auf Provisionsbasis beruht. Dabei publizieren Webseitenbetreiber (die sogenannten Publisher, Affiliates) entsprechende Werbemittel der Advertiser mit dem Ziel, den User auf die Website des Advertisers zu leiten bzw. dessen Leistung/Produkt zu verkaufen. Da weder dem Publisher noch dem Advertiser Kosten entstehen, handelt es sich hierbei um eine Win-Win-Situation. Der Publisher erhält eine Provision auf der Basis von Pay-Per-Sale (Bezahlung pro Verkauf), Pay-Per-Lead (Bezahlung für einen neuen Kontakt, z. B. über ein Gewinnspiel) oder Pay-Per-Click (Bezahlung pro Click). Neben diesen klassischen Modellen können mit dem Advertiser individuelle Vereinbarungen getroffen werden, um den Verkauf der Leistungen/Produkte zu fördern. Der Advertiser hat hier den Vorteil, dass der Publisher aufgrund der Vergütung sehr wohl daran interessiert, so viele Produkte wie möglich zu verkaufen. Sicherlich gibt es unzählige Publisher-Webseiten, jedoch sollten nur solche themenbezogenen Publisher ausgewählt werden, die ihre Website nicht nur aufgrund der Affiliates betreiben, sondern eben auch eigene Interessen verfolgen und durch entsprechende Informationen einen bestimmten Besucherstrom mitbringen. Andernfalls ist der Erlös für den Advertiser auch nicht sonderlich groß.

5.) E-Mail Marketing

Sofort verbindet man mit E-Mail Marketing das Wort Newsletter und genauso ist es auch. Auf der Grundlage eines E-Mail Verteilers erhalten Kunden sowie Interessierte einen für ihnen zugeschnittenen Newsletter. Der Erhalt des Newsletter muss dabei durch ein Vorgeschäft (über die Bestätigung der jeweiligen AGB's) bzw. auf ausdrückliche Zustimmung eines Interessenten erfolgen. Ziel des E-Mail-Marketings ist es, auf kostengünstige Weise einen großen Empfängerkreis über aktuelle Angebote der Woche (neue Leistung/Produkte), Aktionen (wie z. B. Gewinnspiele, kostenfreie Lieferung etc.), Rabatte (Schlussverkäufe, Aktionszeiträume), Beigaben (z. B. Weihnachtsüberraschung), Jubiläen oder weitere Kundenvorteile (z. B. jetzt mit Paypal-Zahlung) zu informieren und somit den Absatz innerhalb der relevanten Zielgruppe zu steigern. Dabei sollen die Bedürfnisse von Kunden bzw. potentiellen Kunden erfüllt bzw. überhaupt erstmal geweckt werden. Das anbietende Unternehmen bringt sich zudem selbst auf Erinnerungsstatus und unterstützt durch Newsletteraktionen das eigene Branding (Customer Relationship Management). Damit der Empfängerkreis nicht gewillt ist, die im Newsletter gesetzlich vorgeschrieben Abbestellfunktion zu nutzen, sollte das Newsletter-Instrument nicht massenhaft sondern gewissenhaft verwendet werden. Der Newsletter sollte eine ansprechende neue Schlagzeile, für den Kunden relevante Informationen (Produktbeispiele, Preisangebote etc.), eine Weiterleitung zur jeweiligen Website sowie dialogorientierte Kontaktmöglichkeiten beinhalten.

6.) Suchmaschinen-Marketing (SEM)

Suchmaschinen-Marketing bzw. Suchmaschinen-Werbung (SEA) beschäftigt sich mit der, welch Wunder, optimalen Nutzung der am häufigsten genutzten Suchmaschinen auf dem jeweiligen Markt. In Deutschland und Europa ist dies mit einem Marktanteil von über 90% die Suchmaschine "Google". Es gibt nun unterschiedliche Möglichkeiten "Google" zu nutzen: Über die Einstellungen in Google Maps (um die entsprechenden Lokalitäten des Unternehmens zu listen), Google News (durch erkämpfte Aufnahme aktueller Nachrichten), Google Shopping (durch Anmeldung als Shopbetreiber) oder die Nutzung der Social Media-Plattform Google+. Das SEM beschäftigt sich jedoch hauptsächlich damit durch Anvisierung und Nutzung geeigneter Keywords (hinsichtlich monatlich globale und lokale Suchanfragen, Wettbewerb, ähnlicher Keywords) über das Google Adwords Keyword Tool die Zielgruppe auf direkten Wege innerhalb der Suchmaschine zu erreichen. Das heißt ein (potentieller) Kunde sucht ein bestimmtes Produkt/Leistung und innerhalb der ersten Google Ergebnisseite (Serp 1) wird schon oberhalb der ersten Google-Rankings auf das anbietende Unternehmen aufmerksam gemacht. Die hier in leichtem Gelb hinterlegten Anzeigen sind SEM-Anzeigen und fallen wie auch die Google Anzeigen auf der rechten Seite (z. B. über Google Shopping) direkt ins Auge. Das eingegebene Keyword findet sich nun dickgedruckt in einer Anzeige wieder und der passende Link zum Produkt ist ebenfalls gleich angefügt. Klickt der Kunde auf den Link (der meist durch einen schönen Werbespruch bzw. durch Preis- und Leistungsangaben aufgewertet wird) gelangt er auf eine entsprechende Landing-Page auf der unmittelbar und ganz unkompliziert ein Kundenvorgang (Anmeldung, Vergleich, Kauf etc.) erfolgen kann. Über die Anmeldung bei Google Adwords können Advertiser auch auf Google externen Webseiten von Publishern (die über google Adsense angemeldet sind) per Anzeige oder Sponsoring werben. Die Publisher erhalten hierfür eine Provision. Die Advertiser bzw. werbenden Unternehmen bezahlen einen TKP (Tausender-Kontakt-Preis, in Anlehnung an den Wettbewerb) an Google.

7.) Suchmaschinen-Optimierung (SEO)

Die Suchmaschinen-Optimierung sollte sich zwingend an den Vorgaben der Google-Webmaster-Richtlinien orientieren. Diese sind für jeden Webseitenbetreiber einsehbar. Die Suchmaschinen-Optimierung teilt sich im wesentlichen in zwei große Gruppen. Die Onpage-Optimierung, die sich mit HTML-Strukturen, Metadaten und Inhalten auf der eigenen Seite beschäftigt sowie die Offpage-Optimierung, die alle Faktoren berücksichtigt, die außerhalb der eigentlichen Website Anwendung finden. Hier spielt unter anderem die externe Verlinkung eine wesentliche Rolle. Ziel der Suchmaschinen-Optimierung ist es, über die vom Kunden innerhalb der Suchmaschine eingegeben Suchbegriffte gefunden zu werden. Umso höher das Ranking ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der (potentielle) Kunde bzw. Interessent die eigene Website besucht. Eine entscheidender Faktor ist hier ebenso die Usebility für den Kunden.


8.) Nutzung sozialer Netzwerke

Warum nicht einfach dorthingehen, wo sich online mehr und mehr Menschen aufhalten? Doch innerhalb der sozialen Netzwerke (allem vorran Facebook, Twitter, Google+, Pinterest und co.) präsentieren sich mittlerweile auch immer mehr und mehr Firmen mit Ihren Produkten, Leistungen, Events und und und. Der Erfolg bzw. die Gewinnung der Aufmerksamkeit hängt hier im wesentlichen von der Anzahl der Likes ab. Das heißt, hier geht es darum durch interessante Werbeaktionen (Games, Gewinnspiele, "Weltneuheiten", Pictures, Jingles, Videos etc.) auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen und von User zu User weiterempfohlen zu werden. Es geht darum ein Netz zu spannen, die neuen User über coole Aktionen zu informieren und zu halten sowie stetig neue User zu gewinnen. Die sozialen Netzwerke sind die Kauf- und Verkaufplattformen der Zukunft. Die Einrichtung eines Firmenprofiles ist nicht mit hohen Kosten verbunden, der große Kostenfaktor ist im Prinzip die Zeit, um dieses moderne Medium zu bedienen und aktuell zu halten.





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