Erinnerungen an die Völkerschlacht 1813

history: battle of leipzig 1813

Auf den Spuren der Völkerschlacht zu Leipzig 1813

Erinnerungen und Denkmäler an die Völkerschlacht

norman peetz

Die Völkerschlacht zu Leipzig ist gut 200 Jahre her und doch lange nicht vergessen. Zum weitsichtbaren Stadtbild gehört das 1913 durch den Kaiser eingeweihte Völkerschlachtdenkmal, was bis heute als größtes Denkmal Europas gilt. Dank des Leipziger Bürgers Theodor Apel (1811 - 1867) erinnern heute neben dem Napoleonstein (siehe Bild) zahlreiche sogenannte Apelsteine (Gedenksteine), die ab 1861 aufgestellt wurden und noch heute die Stoßrichtungen der einzelnen Corps festhalten.

Für alle diejenigen, die sich für die Geschichte der Völkerschlacht zu Leipzig interessieren, gibt es in Leipzig und Umgebung noch immer sichtbare Spuren, die auf die einstige größte Schlacht der Weltgeschichte hinweisen.

Völkerschlachtdenkmal Leipzig
Das Völkerschlachtdenkmal wurde dort errichtet, wo einst die schlimmsten Kriegsgefechte stattfanden. Innerhalb des Denkmals befindet sich eine Ruhmeshalle zum Gedenken an die hunderttausend gefallenen Soldaten und unzähligen Zivilisten. Ein kleines Museum zeigt Originalgegenstände wie Waffen, Rüstungen und Pläne. Bei gutem Wetter bietet der ca. 91 m hohe Aussichtpunkt einen weiten Blick auf die Leipziger Innenstadt und das ehemalige Schlachtfeld, dem heutigen, riesigen Leipziger Südfriedhof.

Napoleonstein Leipzig
Napoleonsteine gibt es in ganz Europa. Jedoch gibt es nur einen Napoleonstein, der das Ende der napoleonischen Vorherrschaft in Europa widerspiegelt. Der Napoleonstein befindet sich westlich des Völkerschlachtdenkmals auf dem Gelände der ehemaligen Tabaksmühle bei Connewitz. Napoleon verweilte hier am 18. Oktober 1813. Von hier aus beobachtete Napoleon die Schlacht, motivierte die nahegelegene zweite Division und rief letztlich zum ersten Rückzug auf. Der Napoleonstein ist symbolisch mit dem Militärshut Napoleons geschmückt. Napoleon hatte bekanntlich eine Vorliebe für seine Hüte.

Apelsteine Leipzig
In Leipzig und im Umland gibt es noch heute ca. 50 Apelsteine, die an die Völkerschlacht zu Leipzig erinnern. Die Steine sind allesamt Generälen und Oberbefehlshabern gewidmet, die einen besonderen Einfluss auf die Völkerschlacht genommen haben. Auf den Steinen befindet sich zudem der Name des Schlachtfeldes und dem dazugehörigen historischen Schlachtdatum. So befindet sich u. a. in der Torgauer Straße der Apelstein für den Herzog von Elchingen, Michel Ney (französicher Corp; 1769 - 1815), den Napoleon selbst als "Tapfersten der Tapferen" bezeichnet hat. Ein Apelstein für den französisch sächsischen Gegner: General von Blücher (Anführer der preußisch schlesischen Truppen) erinnert im Leipziger Vorort Lindenthal noch heute an den Mann, der Napoleon 1815 in Waterloo (Belgien, bei Brüssel) zu Fall brachte. Eine Übersicht zur Aufstellung sämtlicher Apelsteine in Leipzig und Umgebung befindet sich hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Apelstein

Gedenkstätten an die Völkerschlacht
Neben den Apelsteinen, die vorrangig dem Militär gewidmet wurden, gibt es in Leipzig viele Gedenktafeln und Mahnmale. So befindet unmittelbar am Leipziger Zoo ein Gedenkstein, der an die Gefallenen Leipziger erinnert. Auf dem Friedhof in Möckern erinnert ein Mahnmal an die Schlacht bei Möckern. Vor der Kirche von Möckern befindet sich ein Denkmal, dass an die Heldentaten der Generäle Blücher und York verweist. In Wachau (heute Markleeberg) befindet sich ein Gedenkstein für die vereinten Gegner, der Kaiser von Österreich, der Zar von Russland sowie der König von Preußen. In Meusdorf befindet sich ein Denkmal für General Schwarzenberg (österreichischer Corp; 1771 - 1820), der die Östereicher und Ihre Verbündeten schließlich zum Sieg über Napoleon führte.

Weitere Mahnmäler und Gedenkstätten sind hier zu finden: http://www.itoja.de/Jahrestag_Voelkerschlacht_1813_bei_Leipzig/Alles_ueber
_die_Voelkerschlacht_1813_bei_Leipzig/Voelkerschlacht_Gedenksteine_in_und_um_Leipzig.html

Bis heute erhaltene historische Stätten
Leider sind von den historischen Stätten wie die Tabaksmühle zu Connewitz, das Hotel de Prusse oder das Reudnitzer Landhaus, in dem Napoleon an den Tagen der Völkerschlacht nächtigte, heute nicht mehr viele erhalten. Das historische Torhaus von Markleeberg, einst Schloss von Markleeberg, hat die Jahrhunderte überlebt. Anlässlich des 200. Jubiliäums der Völkerschlacht befindet sich hier aktuell eine Österreich-Ausstellung. Ebenso ist das Torhaus Dölitz, was die gewaltigen Kämpfe überlebte, für interessierte Besucher geöffnet. Anlässlich des 200. Jubiläums der Schlacht wird in Liebwolkwitz (südliches Leipzig) wird ein ganzes historische Dorf nachgestellt. Infos hier:
http://www.voelkerschlacht-jubilaeum.de/jubilaeum-17/items/programm-der-festwoche-im-oktober-2013.html


Copyright © 2018 by Norman Peetz. Designed by Free Flash Templates
| Impressum / Datenschutz |